Klimaschutzmanager: BI verbreitet Desinformationen über Windpark Wollenberg

Eine neue Qualität in der Auseinandersetzung rund um den Windpark Wollenberg ist erreicht: wir sind jetzt die Desinformanten.

Was ist passiert? Der aus Steuergeldern bezahlte Nordkreis-„Klimaschutzmanager“ Michael Meinel sah sich kürzlich bemüßigt, in den Medien die „haarsträubende Desinformation“ zu korrigieren, die von einigen Fehlgeleiteten (das sind u.a. wir) in der Region verbreitet wurden.

Konkret greift Michael Meinel drei Argumente auf:

  • Erstens, der Windpark sei nicht wirtschaftlich
  • zweitens, die Beeinträchtigungen von Mensch und Natur werden nicht berücksichtigt
  • und drittens, Windkraft sei gar nicht umweltfreundlich.

Das Argument der Wirtschaftlichkeit wurde und wird insbesondere von der BI Windkraft Wetter verfolgt, die beiden weiteren Argumente werden hauptsächlich von der BI Wollenberg bearbeitet.

Die Meinung des Klimaschutzmanagers

Die Behauptung der Unwirtschaftlichkeit unterstellt, dass die Bürgermeister, Mitarbeiter der Verwaltungen und beteiligten Unternehmen die Windräder einfach bauen wollen, nur damit sie dort stehen und das Geld vernichten, mit dem genau diese Personen bezahlt werden. Nach nunmehr 20 Jahren Erfahrung mit dem Thema gibt es sowohl bei den kommunalen Unternehmen, den Energieversorgern, den Sparkassen und auch in den Verwaltungen genügend Erfahrung, um die Qualität von Windgutachten und Wirtschaftlichkeitsberechnungen beurteilen zu können. Entschieden wird zudem erst dann, wenn alle Fakten zeitnah bewertbar sind.

Wir lesen daraus: unsere Bedenken und begründeten Hinweise sind falsch, weil die Leute, die den Park planen, ja schon seit 20 Jahren nichts anderes machen und im übrigen ja voll guten Willens sind.

Uns ist diese Begründung zu dünn – denn uns ist nicht entgangen, dass sich die Stadtwerke Marburg mit dem Windpark Wehrda einen ordentlichen Verlustbringer gebaut haben. Achja, die Korruptionsaffäre im Zusammenhang mit dem Windpark-Planer Juwi und der Insolvenz eines der größten deutschen Windparkbetreiber sprechen auch nicht dafür, dass man den Planern und Bauherren blind vertrauen sollte. Es ist immerhin öffentliches Geld, mit dem hier spekuliert wird.

Fakten statt Sprechblasen

Herr Klimaschutzmanager Meinel: Laut Ihrem Klimax Nordkreis Blog erwirtschaften 6 Windkraft-Anlagen mit 14,4 MW Leistung ca. 25.000 MWh/a (= 1.740 Volllastwindstunden). In der aktuellen Planung zum Windpark werden 33.000 MWh/a (= 2.300 h) angesetzt.

Bitte beantworten Sie uns doch folgende Fragen:

  1. Woher kommt die Leistungssteigerung um ca. 30% ? Sie kommt sicher nicht aus einer geringfügigen Standortoptimierung auf dem Wollenberg.
  2. Welche drei Windparks in Hessen erwirtschaften im Mittel nachweislich 2.300 Volllastwindstunden?

Wir erwarten eine überprüfbare und zeitnahe Antwort. Bitte liefern Sie Fakten, keine Sprechblasen!

11 Gedanken zu „Klimaschutzmanager: BI verbreitet Desinformationen über Windpark Wollenberg

  1. Pingback: Die Zahl 2.300 – oder „wie viel Volllaststunden bringt der Wollenberg?“ | BI Windkraft Wetter

  2. Und meine E-Mail-Antwort in dem offenen Brief an BM und Fraktionsvorsitzende:

    Richtigerweise beziehen Sie sich auf meine private politische Webseite, die ich als Kreistagsabgeordneter der Lahntaler Grünen betreibe. Dennoch schreiben Sie mir nicht als Privatperson oder als Kreistagsabgeordnetem, sondern offenbar recht bewusst als Klimaschutzmanager, denn Sie möchten meine Meinungsäußerung mit dieser Rolle in Verbindung bringen. Sie behaupten zudem, ich würde auf dieser Webseite über „haarsträubende Desinformation“ von einigen Bürger berichten. Das ist überprüfbar nicht der Fall.

    Sie zitieren lediglich verkürzt aus der Einleitung zu einem Artikel auf dieser privaten Webseite, in dem ich auf drei Grundthesen der Gegner des Windparkes eingehe und auf meine Faktensammlung verweise, einen Teil meiner Veranlassung für den Artikel, nämlich die „teilweise haarsträubenden Desinformationen“. Dies bezieht sich vor allem auf Darstellungen in einem Flyer und auf einer Veranstaltung, die meiner Meinung nach zur Verunsicherung beitragen und so nicht stehen bleiben können. Auf anderen Webseiten, wie myheimat.de oder lahntalk.de habe ich bewusst diese „zugespitzte“ Formulierung nicht gewählt.

    Sie meinen meine private Meinungsäußerung so diffamieren zu müssen: dass ich „aus der Position eines öffentlich finanzierten Bediensteten heraus mit solchen Sprüchen auf die Bürger einschlage[n], von deren Steuern [ich] bezahlt werde[n]“. Diese Formulierung diskreditiert sich von selbst. Im Übrigen verbiete ich mir solches auch als jemand, der fast 30 Jahre lang unternehmerisch tätig war und der sich bewusst ist, dass rund 50% der Aufträge an die private Wirtschaft von der öffentlichen Hand kommen, somit die private-öffentliche Partnerschaft eine Grundsäule unserer Gesellschaft ist.

    Da sich bei mir mittlerweile viele Bürger der Region beklagt haben, dass sie zu wenig Fakten finden, anhand derer sie die o.g. Darstellungen überprüfen können, habe ich mich bemüht, die aufgekommenen Fragen zu diesem Thema aufzugreifen und alle Fakten bestens überprüfbar möglichst schnell zumindest in meinem privaten Energieblog myen.eu darzulegen. Unter “Windpark Wollenberg” habe ich einen Überblick über alle wesentlichen Grundinformationen zu diesem interkommunalen Erneuerbaren-Energien-Projekt zusammengestellt, wie sie in den kommunalen Veranstaltungen und Webseiten gegeben wurden und werden.

    Darüber hinaus habe ich auf meiner privaten FAQ-Windkraft-Seite alle Fragen zur Windkraft und dem Planungsrecht an sich, zu den energiepolitischen Zielen, insbesondere in Hessen und zum interkom-munalen “Windpark Wollenberg” aufgelistet und beantwortet. Wenn irgend möglich sind diese mit Hinweisen auf bestmögliche weiterführende Informationen versehen. Es kann gut sein, dass Ihnen das missfällt.

    Da ich auf meinen Webseiten immer von mir und meiner privaten Meinung spreche, kann ich nicht nachvollziehen, wie ich ihrer Meinung nach noch deutlicher zur Geltung bringe könnte, dass hier nicht die Kommunen eine politische Beschlussfassung darstellen, obwohl ich sowohl bei den Grundinfor-mationen, wie bei der FAQ-Seite genau diese 1:1 wiedergebe und ansonsten die Informationen von Bund, Land und RP, somit wahrscheinlich zu 99% die öffentliche Position.

    • Sehr geehrter Herr Meinel,

      mir scheint, Sie frönen einer multiplen Persönlichkeit: In dem Artikel „Windpark Wollenberg“ auf myheimat.de (http://www.myheimat.de/lahntal/politik/windpark-wollenberg-d2576525.html), eingestellt von Ihnen selbst (!), schreiben Sie – nachdem Sie Vorwürfe gegen die Gegner des Vorhabens erhoben haben – dass „der Klimaschutzmanager des Nordkreises und Energieexperte Michael Meinel in seinem privaten Energieblog“ über den Windpark informiere.

      Ruft man letzteren über den dort angegebenen Link auf, befindet man sich auf einer Website mit dem Titel „Meinel Energy Consult“. Das klingt nicht gerade nach privatem Blog, sondern eher nach privater Geschäftstätigkeit. Verwundert fragt sich der Leser sogleich: Spricht hier der Privatmann Meinel, der kommunal angestellte Klimaschutzmanager Meinel oder ein – evtl. in unklarer Abgrenzung zu seiner kommunalen Tätigkeit – nebenberuflich privatwirtschaftlich tätiger Energieberater Meinel?

      Zugleich verlinken Sie in dem genannten Artikel auf myheimat.de auf das Klimaschutzportal des Nordkreises mit dem Hinweis, dort seien „die wichtigsten Grundinformationen zu dem Windpark [zu] finden“. Mit Verlaub: Welcher Meinel spricht hier?

      Auch behaupten Sie in dem Artikel, „die Gegner der Anlagen vermitteln den Eindruck, bisher nicht richtig informiert zu sein“. Um das zu unterlegen, verweisen Sie auf „ein halbes Dutzend Informationsveranstaltungen“ sowie auf die Historie „seit Mitte 2011“ – „seitdem vor allem externe Investoren“ sich um verschiedene Standorten in und um den Wollenberg bemüht hätten.

      Beides ist, und Sie wissen das, Unsinn. Die BI „Rettet den Wollenberg“ verwies zuletzt darauf, dass auf keiner der durchgeführten Informationsveranstaltungen über periodischen Schattenwurf, nächtliche Befeuerung sowie die artenschutzrechtlichen Aspekte, wie sie in den von den Stadtwerken beauftragten Gutachten behauptet werden, informiert wurde. Mehr noch: Die dazu notwendigen gutachterlichen Unterlagen lagen noch gar nicht vor, als über das Vorhaben politisch entschieden und in Entsprechung die Bevölkerung informiert wurde.

      Ebenso bezeichnend ist Ihr Verweis auf die Historie. In diesem Fall darf an folgendes erinnert werden: Das ursprüngliche vorgesehene Verfahren zur Beteiligung der Öffentlichkeit wurde durch den von den Stadtwerken Marburg – im Einvernehmen mit den Bürgermeistern von Lahntal und Wetter – tatsächlich eingeschlagenen Weg in eine Farce überführt. Die Öffentlichkeit konnte gegen die (europa- und naturschutzrechtswidrige) Ausweisung des Wollenbergs als Vorranggebiet für Windenergie im Rahmen des Entwurfs (!) zum Teilregionalplan Energie Mittelhessen Stellung nehmen.

      Als sie das (bis Ende März 2013) getan hatte, wurde sie im daraufhin von den Stadtwerken Marburg angestrebten Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, das sich auf diese bloß vorläufige Ausweisung berief, Anfang Juni 2013 ausgeschlossen. Das ist, wie wir wissen, im Verfahrensweg zur Genehmigung einer Vielzahl von Windparks der inzwischen gängige Weg zum Ausschluss jeglicher öffentlicher Beteiligung. Daher sei die Frage erlaubt: Wie stehen Sie zur Ausschaltung demokratischer Beteiligungsmöglichkeiten vor Ort und warum verweisen Sie auf externe Investoren, wenn kommunale Investoren sich hierin nicht anders verhalten?

      Insgesamt scheinen mir Ihre Stellungnahmen zum Windpark Wollenberg durch einen von Ihnen nicht aufgelösten Interessenskonflikt gekennzeichnet. Andernorts und in vergleichbaren Verhältnissen bestehen dazu Verfahrensregeln der Befangenheit und der Beschränkung persönlich wie wirtschaftlich eingeschränkter Motivlagen von in öffentlicher Trägerschaft tätigen Personen. Das wird hier auf der Website der BI Windkraft Wetter durchaus zu Recht thematisiert und sollte auch von den Gremien der Kommunalpolitik einmal überprüft werden.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Jürgen Scheele

  3. Da von Ihnen als BI nun zwei Parallelstränge einerseits per E-Mail z.K. der Fraktionsvorsitzenden und zum Zweiten durch Herrn Böttcher auf myHeimat begonnen wurden, möchte ich die entsprechenden Informationen gerne hier in den Kommentaren einstellen. Zuerst der Teil aus myHeimat:

    Die sog. Volllaststunden, also die Größe unter der die Nennlast über das Jahr gesehen rein rechnerisch voll erbracht wird, ist nicht das alleinige Bewertungskriterium. Die Betriebsstunden einer optimalen Binnenland-WKA liegen beispielweise bei 80-85% der 8.760 Stunden/Jahr. Eine gute Verteilung ist für Energieeffizienz wichtiger als das optimale Erreichen der Nennleistung. Dies minimiert auch den Bedarf an Übertragungsnetzen.

    Grundlastkraftwerke wie beispielsweise Braunkohle- oder Kernkraftwerke liegen bei etwa 7.000 Volllaststunden pro Jahr, Mittelllastblöcke, bspw. Steinkohle- oder Gas-und-Dampf- (GuD-)Kraftwerke, in der Regel um die 4.000 Volllaststunden jährlich und sogenannte Spitzenlasteinheiten wie bspw. Gas- oder Ölkraftwerke weisen weniger als 2.000 Volllaststunden p. a. auf.

    Aktuelle Windkraftanlagen mit mindestens 2.300 Volllaststunden sind laut den öffentlichten EEG-Meldedaten in Diemelstadt, Bad Arolsen und Ulrichstein-Helpershain zu finden.

    Das was auf den Webseiten der Kommunen und in der öffentlichen Präsentation der Stadtwerke angegeben ist, ist eine Leistung von 14,4 MW und eine erwartete Jahresstrommenge von ca. 25.000MWh/a. Sie sagen, der Geschäftsplan der Stadtwerke sei ein anderer, der auf 2.300 Volllaststunden basiere.

    Dies mögen die Windkraftgutachten hergeben und es mag angesicht der Leistungsfähigkeit dieses Anlagentyps an optimalen Standorten (3.500 Volllaststunden) und des Ertrags von vergleichbaren Anlagen in Hessen, sowie dem Potenzial im hessischen Mittelgebirge (s. BMU-Studie zum Potenzial der Windenergie an Land) durchaus realistisch sein, aber bisher ist es nicht Grundlage der offiziellen Präsentationen und daher allenfalls Anlass von Spekulationen.

    • Sehr geehrter Herr Meinel,

      erstmal vorab: ich bitte Sie herzlich, sich in Zukunft etwas kürzer und prägnanter zu fassen.

      1. Die Kennzahl Volllastwindstunden/Jahr (h/a) ist DIE kalkulatorische Eingangsgröße um die Wirtschaftlichkeit eines Windparks zu prognostizieren.

      2. Wir kritisieren den Ansatz der Stadtwerke Marburg bei dem mit 2.300 Vollastwindstunden / Jahr gerechnet wird.
      Vorgetragen wurde diese Zahl von Herrn Brandherrm, Stadtwerke Marburg am 13.06.2013 in der Sondersitzung des Bau- sowie des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Wetter in der Stadthalle Wetter.
      http://www.bi-windkraft-wetter.de/fragen-und-antworten-zum-windpark-wollenberg/
      Die Zahl von 2.300 h/a ist Grundlage des Geschäftsplans des Windparks Wollenberg. Der Geschäftsplan liegt uns vor.
      Für den Windpark Wollenberg werden mit 2.300 h/a die Einnahmen berechnet:
      2.300 h/a x 6 WEA x 2,4 MW/WEA x 1000 kWh/MWh x (8,93+0,48) ct/kWh / 100ct/€ = 3.116.592 €/Jahr für den gesamten Park.

      3. Ihre Angaben zu den Windparks Bad Arolsen, Diemelstadt und Ulrichstein sind falsch.
      Der Windpark Bad Arolsen liefert mit 7 Anlagen 16.225 MWh/Jahr. Installiert wurden 9 MW es ergibt sich: 16.225 MWh/Jahr / 9 MW = 1.803 Vollastwindstunden / Jahr.
      http://www.energymap.info/energieregionen/DE/105/113/173/516/13863.html
      Der Windpark Diemelstadt liefert mit 11 Anlagen 29.713 MWh/Jahr. Installiert wurden 16 MW es ergibt sich: 29.713 MWh/Jahr / 16 MW = 1.857 Vollastwindstunden / Jahr.
      http://www.energymap.info/energieregionen/DE/105/113/173/516/15585.html
      Der Windpark Ulrichstein liefert mit 21 Anlagen 129.765 MWh/Jahr. Installiert wurden 71 MW es ergibt sich: 129.765 MWh/Jahr / 71 MW = 1.828 Vollastwindstunden / Jahr.
      http://www.energymap.info/energieregionen/DE/105/113/172/323/25212.html

      4. Als Bürger der Stadt Wetter erwarte ich von meinem Klimaschutzmanager ein tieferes Verständnis in seinem Kerngebiet. Um das Geschreibsel zu beenden lade ich Sie hiermit herzlich ein, an unserer kommenden Sitzung teilzunehmen. (www.bi-windkraft-wetter.de/treffen-der-bi-am-19-2) In einem persönlichen Gespräch lassen sich sicher Wissenslücken füllen und wir bekommen eine Chance, uns Ihnen als konstruktive aber kritische Bürger vorzustellen.

      Bis dahin alles Gute,
      Dr. Marc Böttcher

      • Tut mir leid, Herr Böttcher,

        zum einen habe ich an diesem Abend andere Termine, zum anderen ist Ihr aggressiver Tonfall keine Einladung.

        Ihr Beitrag ist nicht weniger lang und auch nicht präziser.
        Dass dies der Ansatz der SWMR ist, mögen Sie spekulieren und er mag auch durchaus realistisch sein (s.o.), aber bisher ist er nicht Grundlage der offiziellen Präsentationen.

        Meine Angaben zu den aktuellen Windkraftanlagen in Diemelstadt, Bad Arolsen und Ulrichstein-Helpershain sind den öffentlichten EEG-Meldedaten entnommen. Wenn Sie den Durchschnitt aus aktuellen und alte Anlagen nehmen, kommen Sie zu anderen Ergebnissen, aber deshalb sind meine Angaben dennoch richtig.

        Der Klimaschutzmanager hat die Umsetzung des Konzeptes mit Energieeinsparungen, effizienten Einsatz von Energieträgern u.v.m. bei Bürgern, Unternehmen, Vereinen und den vier Kommunen selbst zu begleiten. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien oder speziell der Windkraft ist kein Kerngebiet und speziell der Windpark Wollenberg wird nicht von mir betreut.

        • Sehr geehrter Herr Meinel,

          meine sachbezogene und konstruktive Kritik sollte von Ihnen nicht als aggressiv aufgefasst werden. Ich würde mich freuen, weiter mit Ihnen in der Sache zu streiten.

          Schade, dass Sie am nächsten Mittwoch schon andere Termine haben.

          Wenn Sie Interesse an unserer Arbeit haben, können Sie ja das nächste Mal zu unseren Treffen kommen. Die Termine finden Sie immer an dieser Stelle.

          Mit weiterhin freundlichen Grüßen,
          Dr. Marc Böttcher

          • Wenn Sie meinen, Herr Böttcher,
            es mag sich jeder sein eigenes Bild machen. Sie möchten die Regeln bestimmen, mich angreifen und das Geschreibsel beenden.

            Ganz sachbezogen und konstruktiv zum Abschluss eine inhaltliche Klarstellung: Von den 7 Anlagen in dem von Ihnen sog. Windpark Bad Arolsen sind 2 mit 500 kWp von 1995 in Flur 2, 1 mit 4 kW auf einem Privatgrundstück, eine von 2010, eine von 2011 und zwei von 2012.

            Das Gleiche gilt für Diemelstadt und Ulrichstein: Es sind keine Windparks sondern unterschiedliche Standorte und Errichtungszeiten. Die neuen Anlagen mit aktuellen Technologie sind die zum Vergleich mit den aktuell geplanten herangezogen werden können und solche erreichen auch 2.300 Volllaststunden.

          • Sehr geehrter Herr Meinel,

            wir baten Sie am 5. Februar um die Beantwortung der Frage:
            Welche drei Windparks in Hessen erwirtschaften im Mittel nachweislich 2.300 Volllastwindstunden?

            Sie antworteten am 7. Februar mit:
            Aktuelle Windkraftanlagen mit mindestens 2.300 Volllaststunden sind laut den öffentlichten EEG-Meldedaten in Diemelstadt, Bad Arolsen und Ulrichstein-Helpershain zu finden.

            Ich ging fälschlicherweise davon aus, dass sie auf unsere Frage antworteten und Windparks meinten. Ich zeigte am 9. Februar auf, dass die 7 Anlagen in Bad Arolsen nur 1.803 kWh/a erwirtschaften.

            Richtig von Ihnen, darauf hinzuweisen, dass auch alte Anlagen darunter sind.

            Sehen wir uns jetzt doch einmal einen Windpark mit nur neuen Anlagen an. Z.B. den Windpark Siegbach.
            Mainova betreibt im VRG 2116 3 WEA Nordex 100 mit 140 m Nabenhöhe und 100 m Rotordurchmesser. Baujahr 2011, Windhöffigkeit > 6,25 m/s. Alles durchaus vergleichbar mit den Anlagen auf dem Wollenberg.
            Prognostizierter Ertrag: 16 Mio kWh / 7,5 MW = 2.133 Volllaststunden (http://www.mainova.de/unternehmen/unternehmensprofil/windkraft.html)
            Realer Ertrag: 13,437 Mio kWh / 7,5 MW = 1.792 Volllaststunden (http://www.energymap.info/energieregionen/DE/105/113/172/308/24249.html)

            Wichtig ist uns hier nicht nur die reale Höhe der Volllaststunden sondern auch die Diskrepanz zwischen Planung und Wirklichkeit. 15% Ertragseinbruch wie in Siegbach würden den Windpark Wollenberg ins Minus bringen.

            Mit freundlichen Grüßen,
            Dr. Marc Böttcher

  4. Sehr geehrter Herr Ditze,

    wie ich schon auf Windpark Wollenberg myheimat Herrn Böttcher mitteilte finden Sie weder auf der Seite der Stadt Wetter, noch der der Gemeinde Lahntal, noch in der Präsentation der Stadtwerke Lahntal und auch nicht im Protoll der Stadtverordenetensitzung vom 13. Juni 2013 die von Ihnen genannte Zahl, die Sie als die der aktuellen Planung bezeichnen.

    Daher finden Sie auf meiner – übrigens privaten Webseite zum “Windpark Wollenberg” genau diese Angaben unter den wesentlichen Grundinformationen zu diesem interkommunalen Energieprojekt, sowie auf der FAQ-Windkraft-Seite unter der Sie auch Verweise zu den halbjährlichen Statusberichten des Windenergieausbaus in Deutschland, aktuell zum 31.12.2013, sowie des jährlichen Berichtes zur Stromproduktion aus Solar- und Windenergie des Fraunhoferinstituts ISE finden.

    Schade finde ich, wenn ich nun auf Ihre BI-Webseite schaue, dass von dem ehemaligen Anspruch der BI, die Windkraftprojekte kritisch und konstruktiv zu begleiten so wenig geblieben ist. Wieso sehen Sie es als nötig an, wenn Sie an meiner Darstellung auf meiner privaten Webseite etwas zu kritisieren haben, „den aus Steuergeldern bezahlten Nordkreis-‚Klimaschutzmanager‘ “ zu zitieren? Wieso ist ein solch agressiver Ton nötig? Und wenn Sie Fakten und „keine Sprechblasen“ suchen, dann schauen Sie doch erst einmal auf die FAQ-Windkraft-Seite, die derzeit wohl die umfangreichste Faktensammlung zu diesem interkommunalen Energieprojekt ist, mit allen nötigen Links, um sich weiter zu informieren.

    Im übrigen sind für mich die aktuellen von Ihnen genannten Fälle solcher Projektierer und Betreiber genau der Grund, weshalb wir solche Projekte möglichst in Hand von Kommunen, kommunalen Versorgern und Bürgerenergiegenossenschaften halten sollten. Wenn wir vor 3 Jahren nicht auf die Reservierung von Flächen von solchen Projektieren reagiert hätten, könnten wir jetzt schon einen Windpark auf dem Wollenberg als Abschreibungsprojekt haben, bei dem kein Nutzen vor Ort bleibt, aber die Lasten. Und wenn die Kommunen ihrem Druck nachgeben würden, wird dies ggf, auch so sein, da HessenForst sich dann auswärtige Projektierer für seine Flächen sucht.

    Michael Meinel

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