Diskussion

Das Thema Windkraft polarisiert:

  • die einen wollen lieber einen Windpark als ein Atomkraftwerk vor der Nase
  • mancher denkt vielleicht auch, „Windkraft ja, aber nicht vor meiner Haustür“
  • Menschenschutz, Umweltschutz, Tierschutz – viele Argumente sind gefallen
  • Sollten wir auf Tourismus & Landschaftsschutz rücksicht nehmen?

Jetzt sind Sie dran, ganz persönlich! Wie stehen Sie zur Errichtung von Windkraftanlagen in unserer Gemeinde?

Bitte geben Sie Ihren Namen mit an – jeder soll für seine Meinung einstehen.

12 Gedanken zu „Diskussion

  1. Pingback: 3.500 Windräder für Hessen?! | BI Windkraft Wetter

  2. Halo zusammen! Es ist toll, was ihr hier macht. Noch besser, wenn wir uns miteinander vernetzen! Wir sind ein Netzwerk gegen verteuerbare Energien, international (derweil in 26 Sprachen), deutschlandweit, länderweit und zunehmend kommunal. Länderweit erreicht ihr uns bei Facebook unter dem Gruppennamen „WE(E)G – Wir gegen das erneuerbare Energien Gesetz / Hessen“. In Hessen sind wir dabei, zumindest endlang der geplanten Stromtrasse „Südlink“ Kommunalgruppen auszugründen, aber wenn ihr nicht dazu gehören solltet, gründen wir für euch freilich auch gerne aus. Schaut bei Facebook gerne einmal vorbei. Herzliche Grüße Diethelm

  3. Vielen Dank für den Leserbrief von Herrn Marc Böttcher in der OP vom 20.06.14.
    Ich hoffe, er hilft dabei, dass sich unsere Kommunalpolitiker endlich den Tatsachen stellen, die eine nachhaltige Energiewende möglich machen.
    Wir befinden uns zur Zeit in einer Windrad-Solarzellen-EEG-Falle, die eine Befreiung zu stetig fließender sauberer Energie immer schwieriger macht. Entgegen jeglicher physikalischer Gesetze und der unterschiedlichsten Spitzen-Verbrauchszeiten von Strom wird nur total unrealistisch aufaddiert und das Ganze „Energiewende“ genannt.

  4. Als Ortsbeiratsmitglied von Wehrda (Marburger Linke) möchte ich hier zu den Windrädern (WKA) Stellung nehmen, zumal in Wehrda die 3 Marburger WKA´s stehen.

    1) WKA sind grundsätzlich an den richtigen Standorten sinnvoll und v. a. besser als die lebensgefährlichen Kernkraftwerke mit weit höheren (Folge-) Kosten.

    2) WKA können zumindest derzeit konventionelle Kraftwerke nicht ersetzen, weil ausreichende Stromspeicher fehlen und sie bei Windstille keinen Strom produzieren.

    3) Der OBR Wehrda hat vor vielen Jahren (noch vor meiner Zeit) den WKA in Wehrda zugestimmt, weil ein Gutachten hohe Stromausbeute und wirtschaftliche Gewinne versprach. Letzter Stand ist, daß die 3 WKA erst in 50 Jahren wirtschaftlich zu betreiben wären, die Lebensdauer aber höchstens die Hälfte der Zeit beträgt. Diese unsinnigen Investitionen binden Geldmittel, die woanders fehlen.

    4) Untersuchungen haben ergeben, daß die WKA erst ab einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 6,5 m/Sekunde beginnen, wirtschaftlich zu sein, was die ökologischen Nachteile der Industrieeinbauten in Wald und Feld hinnehmbar machen kann; im Wald liegt dieser Wert aufgrund von Luftverwirbelungen bei mind. 6,75 m/sec. Diese Mindestwerte werden im Marburger Bereich wohl kaum erreicht.

    5) Intensiv hat sich mit diesem Thema die BI Ginseldorf, insb. der MR Stadtverordnete und Ortsvorsteher Dr. H. Wiegand auseinandergesetzt, der sicher ein kompetenter Referent ist. Es ist bezeichnend, daß sich die MR Grünen erst nach Druck einer BürgerInnen-Infoveranstaltung in ca. 2011/2012 darauf einliessen, erstmals in den MR Gebieten Windmessungen durchführen zu lassen, bevor ggf. unrentable WKA aufgestellt werden.

    6) Im Gebiet Wetter mit ähnlicher Höhenlage wie Wehrda-Weinstraße ohne Windmessungen WKA´s errichten zu lassen, ist m. E. unverantwortlich und inakzeptabel.

    7) Durch die bundesweit offenbar unkoordinierte Aufstellung der WKA steigt die EEG-Umlage stark an und belastet besonders die sozial schwachen Haushalte.

    8) Die WKA Wehrda stehen im FFH- und Naherholungsgebiet als auch im Hauptzugvogelgebiet. Ich konnte dort einen Kranichzug beobachten, der durch die WKA irritiert war und lange Kreise in der Luft flog, um dann die WKA´s südöstlich zu umgehen. „Wer einmal durch die WKA zerschredderte Kraniche gesehen hat, vergißt diesen schrecklichen Eindruck sein Leben lang nicht mehr“, schrieb mal jemand im Internet. Zudem zerplatzen bei den Fledermäusen die Lungen, wenn sie zu nah in den Bereich der sich drehenden Rotoren gelangen.
    Daher müssen die Standorte gut ausgewählt werden, auch wegen des gefährdeten Rotmilans, früher waren die WKA im Wald nicht zulässig.

    9) Für Wehrda ist noch folgendes zu berichten:
    Der Ortsvorsteher D. Vaupel teilte in der Sitzung am 21.3.12 mit:
    „Der Ortsvorsteher gibt ein Schreiben der Stadtwerke bezüglich des nicht Ausbauens der Windräder durch die Stadtwerke bekannt.“
    Die Stellungnahme zum Teilregionalplan Energie Mittelhessen, der vom 21.1.13. bis 20.3.13 auslag, wurde leider weder im OBR noch öffentlich in Wehrda behandelt.
    Umso mehr verwunderte es, daß die Stadt Marburg zu TOP 14 der SVV vom 22.3.13 (Teilregionalplan) beantragte, die Bestandsfläche Wehrda als Windenergie-Vorranggebiet und zum Repowering auszuweisen, wobei der Mindestsiedlungsabstand unter 1000 m liegen könne.
    Der Bau weiterer hoher dennoch unrentabler Anlagen im FFH- und Zugvogelgebiet wäre zu befürchten.
    Das widerspräche allem zuvor gesagten und hätte gravierende Folgen für Wehrda und Goßfelden mit Schlagschatten und Lärmbelästigung, geschredderten (Zug-)Vögeln im Hauptzugvogelgebiet der enorm hohen Industrieeinbauten und gravierende Beeinträchtigungen des Naherholungs- und FFH-Gebietes. V. a. ist keine rentable Energie-Gewinnung zu erwarten, was die Stromkosten durch die EEG-Umlage weiter erhöht und v. a, sozial schwachen Haushalten zunehmend Probleme bereitet.

    10) M. E. ist der aktuelle Antrag der Linke vom 19.5.13 aus Wetter folgerichtig und unterstützenswert:
    http://www.bi-windkraft-wetter.de/die-linke-fordert-planungsstopp-fur-wollenberg/
    Auch der auf der u. g. BI-Seite von Susann Kalden eingestellte Beitrag scheint mir gut durchdacht und folgerichtig.

    11) Wer wie das Marburger grüne Baudezernat ernsthaft vorschlägt, durch das 200-jährige, historisch und ökologisch wertvolle Gartendenkmal Alter Botanischer Garten einen geteerten oder gepflasterten Weg hindurchzubauen, hat m. E. vom Umweltschutz wenig verstanden und ist beim Bau von WKA aus angeblich Umweltgründen wenig glaubhaft.

    12) Das zuständige Forstamt als Fachbehörde spricht sich gegen WKA´s auf den Lahnbergen aus, auch diese Fachmeinung sollte man berücksichtigen.

    FAZIT: Nach meinem Eindruck stehen bei den WKA häufig wirtschaftlich erhoffte Vorteile oder politisches Renomee v.a. der Grünen Partei im Vordergrund, sonst würde man diese gigantischen Industrieeinbauten nicht in ökologisch wertvolle und windschwache Bereiche einbauen. Windräder gehören gut geplant dahin, wo reichlich und stetig Wind weht, also v. a. an die Küsten und ins höhere Bergland, dann sind die ökologischen Nachteile nach Prüfung des Naturschutzes hinnehmbar. Strom- und Energie-Einsparmaßnahmen sind eine sinnvolle Ergänzung.

    Johannes Linn,
    Forstassessor, Öbv. Forst-Sachverständiger
    35041 Marburg-Wehrda

  5. Schon wieder ein Windkraft-Lobby Propagandaseite.
    Jeder der Windräder aufstellt ist ein Verbrecher – an der Ökologie und Ökonomie einer Volkswirtschaft.

    Dadurch wird kein (nicht ein einziges) konventionelles Kraftwerk eingespart und der Anteil von fossiler Primärenergie an der Elektroenergie-Generierung ist in Deutschland drastisch gestiegen.

    Alles Dank dem EEG

  6. Gratulation zu Eurer Homepage. Information und Vernetzung ist alles, daher hat unsere Bürgerinitiative die wichtigsten BI`s in Deutschland recherchiert – hier abrufbar.
    http://tinyurl.com/cx5mphd

    Dann weiterhin viel Erfolg !

    Mit besten Grüßen aus
    Marbach / Ingersheim

    Th. Schöller
    BI Gegenwind Husarenhof

  7. Einen schönen Tag,
    ich möchte im Vorfeld der Diskussion in der Stadthalle nur auf den Artikel in der FR vom 21. 06. aufmerksam machen (für den Fall, dass dieser nicht schon bekannt ist) :
    http://www.fr-online.de/rhein-main/ausbau-erneuerbarer-energien-rotmilan-versus-windkraft,1472796,16433670.html

    Die möglichen Flächen für Windkraftanlagen werden durch die eventuell einzurichtenden Schutzzonen für den Milan in der Gemarkung von Wetter dann wohl extrem zusammenschrumpfen.

    Eine Frage am Schluss: Soweit ich mich erinnere, war die STVV und die Stadt Wetter auf der Suche nach alternativen Standorten zur Windkraftanlage auf dem Galgenberg (damals im Gespräch war die Hardt), wie man nun aber in der öffentlichen Ausschusssitzung am 04.06.2012 in der Stadthalle erfahren konnte, handelt es sich bei den jetzt zur Diskussion stehenden Standorten im Wollenberg keineswegs um Alternativstandorte. Der Bürgermeister sprach von einer Parallelplanung (mit anderem, ortsansässigem Investor; der Option des Einstieges der Stadtwerke Wetter u.ä.) Desweiteren sagte er klar, dass die ausgewiesenen Standorte auf dem Galgenberg und um Mellnau Bestand hätten. Wann und warum erfolgte hier ein Richtungswechsel und welche Umstände haben dazu geführt bzw. wer trägt diesen Wechsel mit?
    Ich würde mich sehr freuen, wenn auch dieses Thema in der Bürgerversammlung angeschnitten würde.

    Mit freundlichem Gruß
    Susann Kalden

  8. Liebe Mitstreiter,

    es freut mich zu hören, dass in Nordhessen sich Wiederstand regt.
    Ein Informationsaustausch diesbezüglich wäre eventuell für beide BI sinnvoll.
    Wir hatten gestern unsere erste unabhängige Infoveranstaltung der BI Gegenwind Vogelsberg, diese war ein voller Erfolg.
    Weitere Infos erhalten Sie auf unserer Werbseite http://www.gegenwind-vogelsberg.de

    Gerne würde ich sich auf unserer Seite verlinken, vielleicht können das ebenso mit unserer Seite tun.

    Vielen Grüße aus dem Vogelsberg.

    C.Seim

  9. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Stadt Wetter sind schon seit langer Zeit ein Thema in den politischen Gremien und wurden oft in den Ausschüssen und Presse diskutiert. Schon in dem Regionalplan Mittelhessen aus dem Jahr 2001 waren Vorrangflächen ausgewiesen. Diesen Flächen stand man seitens Verwaltung und Stadtverordneten immer kritisch gegenüber. Gutachten um diese Standorte aus der Planung zu nehmen wurden beauftragt, ein Erfolg für die Stadt stellte sich aber nicht ein. Die Kosten für diese Verfahren beliefen sich auf 60.000 DM.
    Auch in dem Aktuellen Regionalplan sind die Vorrangflächen wieder verzeichnet, trotz zahlreicher Gespräche und einem Ortstermin mit dem RP.
    Um sofortiges Baurecht auszuschließen und steuernd eingreifen zu können, hat die Stadt Wetter einen Flächennutzungsplan auf das Vorranggebiet aufgestellt.
    Zu bedenken ist, dass grundsätzlich auch ohne ein Vorranggebiet Windkraft auf dem Sonnenwendskopf dort Windkraftanlagen gebaut werden könnten (§35 BauGB).
    Auch in einem Natura 2000 Gebiet wie dem Burgwald dürften solche Anlagen errichtet werden, der Planungs- und Genehmigungsaufwand wäre nur etwas höher.
    Die Energiewende ist beschlossen und der politische Druck sie auch durchzusetzen ist hoch. Wenn man sich überlegt, dass man mit nur einer Windkraftanlage den Strom von 12 ha Photovoltaikanlagen erzeugen kann oder 240 ha Mais anbauen müsste, um die vergleichbare Menge mit einer Biogasanlage zu erzeugen, wird man feststellen, eine Energiewende ohne Windkraft ist nicht möglich.
    Fakt ist: Windkraft verändert unsere Landschaft, belastet die Anlieger und wirkt sich negativ auf die Natur aus. Die gleichen Aussagen treffen auch auf Biogas und Photovoltaikanlagen zu.
    Ich sehe den politischen Druck mehr regenerativer Energieerzeugung erst mal positiv, vermisse aber auch gleichzeitig den Druck zur Energieeinsparung. Auch werden sehr einseitig Wind-, Sonnen- und Biogasanlagen gefördert, alles andere wie z.B. dezentrale Gaskleinkraftwerke, Wasserkraft etc. vergisst man dabei.
    Die Stadt Wetter hätte die Chance sogenannte Ausschlussflächen für Windkraft zu definieren, aber nur wenn auch die Vorranggebiete eine Mindestgröße (ca. 18 ha) hätten. Ob wir dadurch aber von einem Vorranggebiet Sonnenwendskopf, welches schon im Regionalplan steht wegkommen, kann ich nicht beurteilen.
    Wetter hätte wahrscheinlich, zur Fortschreibung des Teilplanes Energie zum Regionalplan auch Flächen für Windkraft nachmelden müssen. Diese Aufforderung liegt aber vermutlich beim Bürgermeister und erreicht die Gremien nicht. Ein übliches Vorgehen, über das der Wähler heute entscheiden kann.
    Am 12.3. 12 geht es im Ausschuss für Bau und Umwelt auch um den Teilplan Energie, in Schriftform liegt uns nichts vor, es wird aber Erläuterungen durch den Bürgermeister geben. Wir können gespannt sein.

    Viele Grüße
    Jörg Bettelhäuser

  10. Sehr geehrte Damen und Herren,
    zunächst beglückwünsche ich Sie zur Gründung der BI Windkraft Wetter und wünsche ihnen viel Erfolg.

    Wie ich bereits in der Diskussionsrunde in Todenhausen ausführte, bin ich grundsätzlich ein Befürworter erneuerbarer Energien, stehe aber den Windkraftanlagen skeptisch gegenüber.

    Wirtschaftlichkeit, Verfügbarkeit, Stetigkeit und damit Versorgungssicherheit sind hier nicht im erforderlichen Umfang gewährleistet.

    Betreiber von Windkraftanlagen geben die Energieeffizienz für eine angenommene Windge-schwindigkeit von 12m/sec also Windstärke 6 an. Im ausgewiesenen Gebiet innerhalb der Wetteraner Gemarkung zwischen Sonnenwendskopf und Galgenberg ist die Windläufigkeit in diesem Maße nicht gegeben. Der Leistungsabfall ist bei Windkraftanlagen enorm. Bei Windstärke 3 erzeug die Anlage nur noch 1/8 ihrer angegebenen Leistung. Persönlich halte ich den ausgewiesenen Standort für wenig geeignet.

    Dank der staatlichen Fördermaßnahmen ist jede Überlegung zur Wirtschaftlichkeit einer derartigen Anlage aber obsolet. Auch wurde der Regionalplan Mittelhessen 2010 am 13. Dezember 2010 durch die Hessische Landesregierung genehmigt und trat mit seiner Bekanntmachung im Staatsanzeiger Nr. 9 am 28. 2. 2011 in Kraft.

    Offene Fragen zu der geplanten WKA, wie die nach der Finanzierung der Infrastruktur und der Beteiligung der Kommune konnte ich in den städtischen Niederschriften nicht finden. Wer sind die Investoren, wie viele Grundstücke wurden bereits angepachtet, wie sehen die Verträge aus? – Eine verantwortungsbewusste Gemeindeverwaltung sollte diese, nicht nur Einzelpersonen betreffenden Fragen transparent und öffentlich zugänglich allen Bürgern zugänglich machen.

    Der Schutz der Anwohner, Naturschutz und Landschaftsschutz /Tourismus wurden hier nicht gebührend berücksichtigt und sprechen meines Erachtens deutlich gegen den hier angestrebten Standort!

    Entgegen der Ausführungen der Entscheidungsträger in Todenhausen, konnte ich keine Standortdiskussionen der Stadtverordnetenversammlung in den Sitzungsniederschriften seit 2008 finden.

    Aus den oben genannten Gründen finde ich die Form des Widerstandes, die Sie gewählt haben, um die Diskussion über einen alternativen Standort erneut anzustoßen, sehr wichtig. Wie ich der gemeinsamen Presseerklärung von Regierungspräsident Dr. Lars Witteck und Landrat Robert Fischbach vom 26.01.2012 entnehmen konnte, verschließen sich die Regierungsstellen einer Mediation im Zusammenhang mit Windkraftanlagen nicht.
    Ich schlage daher vor, eine weitere Bürgerversammlung mit allen Betroffenen abzuhalten. Im Anschluss an die demokratische Willensbildung sollten die politischen Entscheidungsträger der Stadt, der Landrat und der Regierungspräsident sowie Vertreter der BI, des NABU Landesverbandes Hessen, der Aktionsgemeinschaft „Rettet den Burgwald“ und der Tourismusförderung „Region Burgwald – Ederbergland e.V.“ u.a. eingeladen werden, damit alternative Standorte mit Nachdruck aufgezeigt und in die Diskussion eingebracht werden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Susann Kalden

  11. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich konnte mir heute ihre Homepage ansehen.
    Grundsätzlich bin ich auf für regenativen Energiequellen u.a. auch der Windkraft.

    Ich möchte den Inhalt auf der Startseite ihre Internetseite aus meiner Sicht einmal Erleutern,
    Man liest dort, das ihre BI für die Windkraft ist, auf der anderen Seite kann man dadurch aber aus der Sicht des Betrachters entnehmen, Windkraft ja aber nicht vor meiner Haustür (sorry).

    Was meiner Meinung nach fehlt, ist die Aufklärung das wir diese ausgewiesenen Flächen der Landesregierung zu verdanken haben, denn immerhin hat diese es seinerzeit versäumt in Hessen mehr Flächen auszuweisen.
    Das führte dazu, das ich glaube das Verwaltungsgericht in Kassel die Landesregierung aufgefordert hat weitere Standpunkte für die Windkraft auszuweisen.
    Wie man zu den in Wetter ausgewiesenen Standorten kommt ist mir ein Rätsel.

    Ich kann mir nur Vorstellen das diese Pläne wieder einmal im Büro und nicht vor Ort erstellt wurden, sonst hätte jemanden die Burg Mellnau in seiner ganzen Pracht sehen können.
    Ich sehe das als einen Schildbürgerstreich an und möchte auch nicht, dass Windkrafträder den Blick auf ein Kulturelles Erbe verdecken.

    Bitte nehmen Sie meine Anmerkung nicht zu persönlich.

    Mit freundlichen Grüßen
    Arnold Radtke

  12. Sehr geehrte Damen und Herren,

    für den Fall, dass meine Position zu den Windkraftanlagen, die möglicherweise zwischen Wetter, Todenhausen und Mellnau errichtet werden sollen, in der Podiumsveranstaltung zur Bürgermeisterwahl in Todenhausen nicht ganz deutlich geworden ist, möchte ich sie hier noch einmal etwas präziser darlegen:

    1. Ich war noch nie ein Befürworter der Kernenergie und unterstütze durchaus die Windkraftnutzung zur Energieerzeugung.

    2. Das Potential der Windkrafterzeugung schätze ich in unserer Region aufgrund des Windaufkommens eher als mäßig ein. Um eine ausreichende Auslastung zu erreichen, sind daher wohl sehr große Bauhöhen der Windräder und entsprechende Investitionen erforderlich. Die Rentabilität der Anlagen dürfte daher auf unseren Standorten eher im unteren oder mittleren Bereich liegen.

    3. Ich sehe das Potential unserer Region eher im „Dienst am Menschen“ als in der Energieerzeugung. Aufgrund unserer geografischen Lage und der reizvollen und abwechslungsreichen Landschaft halte ich den „sanften Tourismus“ für entwicklungsfähig. Auch den Zuzug erholungssuchender Menschen (z.B. Senioren) und den weiteren Ausbau sozialer Einrichtungen im Stadtgebiet Wetter möchte ich fördern. Das schließt die Windkraftnutzung zwar nicht grundsätzlich aus, bei Interessenskonflikten würde ich ihr aber nicht den Vorrang geben.

    4. Ich werde den Bau von Windkraftanlagen nur dann unterstützen, wenn auch die von Schlagschatten und Emissionen betroffenen Bürger das wollen. Das kann der Fall sein, wenn den Betroffenen ein von ihnen akzeptierter finanzieller Ausgleich erstattet wird.

    5. Der Gründung von „Bürgerwindparks“, von denen auch die Kommune profitiert, stehe ich grundsätzlich offen gegenüber. Aber auch hier gilt, dass dabei die Interessen der Betroffenen entsprechend berücksichtigt werden müssen. Ein ausgeglichener städtischer Haushalt ist zwar wichtig, das Wohl der Bürger ist aber meiner Ansicht nach höher anzusiedeln.

    6. Die Vorgehensweise der möglichen Investoren, durch mehr oder weniger geheime Einzelverträge Fakten zu schaffen, missbillige ich.

    7. Für Anlagen, von denen die Einen profitieren während die Anderen nur die Nachteile zu erdulden haben, werde ich mich nicht einsetzen. Ich brauche allerdings ein klares Votum der Betroffenen, beispielsweise eine eindeutige Empfehlung der Ortsbeiräte, um mich im Einzelfall entsprechend positionieren zu können. Dazu sollten im Vorfeld offene (und auch ergebnisoffene) Diskussionen geführt werden.

    8. Dass ich unerwünschte Windkraftanlagen tatsächlich verhindern kann, kann ich allerdings nicht versprechen. Das liegt auch an der sich ständig ändernden Gesetzeslage.

    Mit freundlichen Grüßen
    Richard Fett

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